Karin & andreas fellinger

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Castor Rex (CRex)

 

 

Zuchtziel

 

Ihr Fell begründet die Eigenart dieser Rasse, denn Unterwolle und Deckhaar sind bedeutend kürzer als bei den Normalhaarrassen. Die Haare sind 17-20 mm lang und stehen senkrecht zum Haarboden; die Grannenhaare sind äußerst fein, dürfen nicht gekrümmt sein, sollen mit der Unterwolle glatt abschneiden oder diese nicht mehr als 1 mm überragen; daraus erklärt sich die große Farbenauswahl der Rexe.

 

Geschichtliches

 

Eines Tages im Jahr 1919 entdeckte der französische Kleinbauer Caillon in Coulonge im Nest einer grauen Kreuzungshäsin ein Jungtier, dem das Haar später als seinen Wurfgeschwistern wuchs. Dies wiederholte sich auch beim nächsten Wurf. Abbé Amedé Gillet, der Pfarrer des Dorfes, wurde aufmerksam, und kaufte dem Bauern beide Tiere, ein Paar, ab. Deren Nachkommen waren durchweg kurzhaarig und ausnahmslos mit einem körperlichen Defekt behaftet. Deshalb kreuzte Gillet normalhaarige Tiere ein. Sechs Tiere aus solchen Würfen stellte er 1924 in Paris als „Castor-Rexe“ der staunenden Öffentlichkeit vor. 1926 wurden die ersten Rexe in Deutschland gezeigt. Sie waren hier, wie überall, wo sie auftauchten, die Sensation aller Ausstellungen. Von der schwächeren Vitalität , die die älteren Literatur gerne noch den Rexen zuschrieb, ist heute kaum noch etwas zu merken. Lediglich Kahlstellen unter den Sohlen, teilweise auch wunde Läufe, finden wir bei den Rexen häufiger als bei den anderen Rassen, das mag jedoch auch an der dünneren Behaarung liegen. Einige Farbschläge gehören mit zu den Spitzenrassen der Kaninchenzucht, andere fristen ein Schattendasein.

Karin & Andreas Fellinger

Bahnhofstraße 50

5760 Saalfelden

Telefon:  (+43) 0650/ 5124499

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E-Mail: andreas.fellinger@sbg.at

 

Allgemeines

 

Rex-Kaninchen - früher waren das nicht selten stark degenerierte, krankheitsanfällige Kaninchen, oder, kurz gesagt, erbärmliche Gestalten. Heute hingegen sind die Rexe genauso vital wie andere Rassen auch. Das einzige Manko, das der Rasse geblieben ist, ist die große Neigung zu Kahlstellen unter den Hinterläufen. Leider treten diese besonders gehäuft bei Tieren mit hervorragender Fellstruktur auf, während Tiere mit unschönen, sehr grannenreichen und harten Fellen sie kaum zeigen. Hier gilt es für die Züchter auf genetischem Wege diesen Fehler auszumerzen, wahrlich noch ein großes Stück Arbeit. Auch die selteneren Farbenschläge bedürfen stärkere Förderung - Attraktiv sind sie nun wirklich alle genug.

Bewertungsskala:

1. Körperform und Typ

2. Gewicht

3. Fell

4. Deckfarbe

5. Zwischenfarbe

6. Unterfarbe

7. Gesundheit und Pflege

20

10

20

15

15

15

5

 

Summe

Punkte

__________________________________________________

Punkte

Punkte

Punkte

Punkte

Punkte

Punkte

Punkte

100

1. Körperform und Typ:

Der Körper ist leicht gestreckt, Vorder- und Hinterpartie sind möglichst gleichmäßig breit und ausgeglichen. Die Rückenlinie verläuft ebenmäßig, die Hinterpartie ist gut abgerundet. Die Läufe sind gerade, mittellang und kräftig. Der Hals tritt kaum in Erscheinung. Der Kopf ist ein wenig länglich, Stirn und Schnauzenpartie sind breit, die Backen kräftig. Die Ohren werden straff aufrecht getragen, sie sind kräftig, fleischig und gut behaart und haben eine ideale Länge von 11 bis 12 cm, sie erscheinen wegen des kürzeren Fells etwas länger als bei den Normalhaarrassen. Die Blume wird anliegend und aufrecht getragen. Die Häsin ist möglichst Wammenfrei.

2. Gewicht:

Das Normalgewicht beträgt 3,50 kg, das Mindestgewicht 3,00 kg, das Höchstgewicht 4,75 kg.

Gewichtsbewertung:

ab 3,00

ab 3,10

ab 3,30

ab 3,20

bis 4,75 kg

ab 3,40

ab 3,50 bis 4,25

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5

6

9

7

10

8

9

Punkte

3. Fell:

Das Fell ist sehr dicht und besitzt ein auf dem Haarboden fast senkrecht stehendes Fellhaar, das auf der Rückenmitte eine Länge von 17 bis 20 mm haben muss. Die einzelnen Haare dürfen weder wellig sein noch Locken bilden. Sie müssen über eine genügende Stabilität verfügen. Wenn man mit der flachen Hand gegen den Strich über das Fell streicht, sollen sie fast senkrecht stehen bleiben oder nur langsam in ihre Ausgangslage zurücksinken. Bleiben die Haare nach dem streichen gegen den Strich liegen, so ist dies ein Anzeichen von zu dünnem Fell. Die feinen, nicht gekrümmten Grannenhaare sollen mit dem Unterhaar in gleicher Höhe abschließen. Die Grannenspitzen dürfen über das Deckhaar höchstens 1 mm herausragen. Der Nackenkeil ist möglichst klein und lockenfrei, doch werden sich wellige Haare im Nackenkeil und am Bauch (Geschlechtspartie) nicht vermeiden lassen. Je glatter die Nackenpartie, desto besser die Haarstruktur auch der übrigen Körperpartien und desto wertvoller das Fell.

4. Deckfarbe:

Die Deckfarbe ist rötlich kastanienbraun und mittel bis dunkel getönt. Sie soll möglichst gleichmäßig über den ganzen Körper gehen und an den Seiten weit nach unten reichen. Auf den Haarspitzen soll ein dunkler Schleier zu sehen sein. Kopf, Ohren, Brust, Vorderläufe, Flanken und Schenkel sollen gleich wie die Deckfarbe sein, die Schoßpartie ist cremefarbig, etwas heller sind dagegen die Augen- und Kinnbackeneinfassung. Die Innenseite der Läufe, die Bauchdeckenfarbe und die Unterseite der Blume sind weiß bis cremefarbig. Der Nackenteil ist möglichst klein, er hat eine hellbraune Tönung. Die Augen und Krallen sind dunkelbraun.

5. Zwischenfarbe:

Die leuchtend rostbraune Zwischenfarbe beginnt dicht unter der Deckfarbe. Sie ist etwa 7 cm breit und soll sich von der Unterfarbe klar abheben.

6. Unterfarbe:

Die Unterfarbe ist dunkelblau und erfasst etwa die Hälfte der gesamten Haarlänge. Blau ist auch die Bauchunterfarbe. Sie muss, wenn auch etwas aufgehellt, selbst bei älteren Häsinnen vorhanden sein.

7. Gesundheit und Pflege:

Wie allgemeine Bestimmungen.

Leichte Fehler:

Allgemeine Formfehler, von der Ideal- bis zur Mindest- oder Höchstlänge abweichende Ohrenlänge, leichte Wirbel- oder Lockenbildung in der Decke (ausgenommen sind Keil und Bauch), leicht überstehende Grannen, etwas dünnes, weiches Haar, etwas zu dunkler Schleier auf der Decke, etwas helle Seiten, Läufe und Schenkel, helle Binden, etwas unregelmäßige oder leicht andersfarbige Grannenhaare (gelb, grau), durchsetzte Deckfarbe, schmale oder schwache Zwischenfarbe, etwas helle oder durchsetzte Unterfarbe, aufgehellte Bauchunterfarbe.

Schwere Fehler:

Ohrenlänge unter 10 oder über 13 cm, zu kurzes oder zu langes Haar, mehr als 1mm überstehende Grannen, starke Wirbel– oder Lockenbildung in der Decke. Starker schwarzer Schleier auf der Decke. Völlig graue Seiten oder Schenkel, stark weiß oder andersfarbig (gelb, grau) durchsetzte Deckfarbe. Sichtbare weiße Flecken (Büschel) in der Decke. Fehlende oder stark verwaschene Zwischenfarbe. Gänzliches Fehlen der blauen Bauchunterfarbe. Zweierlei oder farblose Krallen. Andere als die vorgeschriebene Augenfarbe.