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Karin & andreas fellinger |
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Blaugraue Wiener (BlgrW)
Zuchtziel
Zuchtziel ist eine Synthese der guten Eigenschaften von Blauen und Grauen Wienern. Die Rasse bietet alle Vorzüge der Wirtschaftlichkeit des Mittelrassensegments und dazu noch die attraktive Blauwildfarbe, die bisher nur bei Perlfeh, Klein– und Zwergwiddern zu sehen war.
Geschichtliches
Ansätze zur Erzüchtung fehfarbiger großer Kaninchenrassen hat es in Deutschland bereits mehrfach gegeben: So gab es schon vor dem Dritten Reich Bestrebungen, eine fehfarbige Riesenrasse zu züchten, die damals unter dem Namen Honnefer Riesenfeh in den Reichsbewertungsbestimmungen geführt wurde. Auch heute sind blaugraue Riesenkaninchen zugelassen. In Deutschland (nicht in den Niederlanden) dürfte es jedoch kaum Tiere der Rasse geben. Die blaugrauen Wiener waren unter der Rubrik „andersfarbige Wiener“ bis 1964 im Standard des damaligen ZDK anerkannt, gerieten jedoch im Laufe der Jahre in Vergessenheit. Erst durch die Zuchtbemühungen von Dirk Wortmann, Reutlingen, und einer ab 1989 stets wachsenden Anzahl von Mitstreitern konnten sich die blaugrauen Wiener erneut einen festen Platz in der Wienerfamilie erobern. Bereits als Neu– bzw. Nachzüchtung, erstmalig offiziell vorgestellt bei der 14. Bundes-Rammlerschau 1993 in Oldenburg, zeigten sich die Tiere in bester Qualität, sodass die erneute Anerkennung der blaugrauen Wiener schon 1997 erfolgte. Man darf davon ausgehen, dass diese züchterisch sehr reizvolle Rasse auch künftig ihren Züchterstamm halten bzw. ausbauen wird. |
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Karin & Andreas Fellinger Bahnhofstraße 50 5760 Saalfelden Telefon: (+43) 0650/ 5124499 (+43) 0650/ 3875967 E-Mail: andreas.fellinger@sbg.at
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Allgemeines
Die Blaugrauen Wiener sind als „neu, alte Rasse“ eine echte Bereicherung des Rassespektrums. Das zeigt auch das rege Interesse der Züchterschaft an diesen wirtschaftlichen und zugleich ansprechenden Kaninchen. |
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Bewertungsskala: |
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1. Körperform und Typ 2. Gewicht 3. Fell 4. Kopf und Ohren 5. Deckfarbe, Perlung und Gleichmäßigkeit 6. Unterfarbe 7. Gesundheit und Pflege |
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20 10 20 15 15 15 5
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Summe |
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Punkte |
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Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte |
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100 |
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1. Körperform und Typ: |
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Der Körper ist leicht gestreckt, walzenförmig, vorne und hinten gleich breit, mit ebenmäßiger Rückenlinie, hinten gut abgerundet. Die Brust ist voll ausgeprägt, der Hals kurz, mit kräftigem Nacken. Die Läufe sind mittellang. Die Häsin ist möglichst wammenfrei. |
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2. Gewicht: |
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Das Idealgewicht beträgt 4,25 - 4,75 kg, das Mindestgewicht 3,25 kg und das Höchstgewicht 5,25 kg. |
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Gewichtsbewertung: |
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ab 3,25 |
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ab 3,45 |
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ab 3,85 |
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ab 3,65 |
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bis 5,25 kg |
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ab 4,05 |
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ab 4,25 bis 5,00 |
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5 |
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6 |
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9 |
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7 |
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10 |
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8 |
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9 |
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Punkte |
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3. Fell: |
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Das Fell ist mittellang, sehr dicht in der Unterwolle, mit guter, gleichmäßiger Begrannung. |
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4. Kopf und Ohren: |
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Der Kopf ist kräftig, mit breiter Stirn- und Schnauzpartie sowie ausgeprägten Backen. Die Ohren sind fleischig und gut aufgesetzt, die Ideallänge liegt zwischen 11,5 und 12,5 cm. |
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5. Deckfarbe, Perlung und Gleichmäßigkeit: |
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Die Deckfarbe ist blaugrau (blauwildfarbig) hell, mittel oder dunkel schattiert, bedingt durch das mehr oder weniger starke Vorhandensein dunkler Haarspitzen, den Mittelfarbigen ist jedoch der Vorzug zu geben. Die Bauchdeckfarbe und die Unterseite der Blume ist weiß bis cremefarbig. Die Brust und die Läufe sind etwas heller. Die Augenringe, die Kinnbackeinfassung und die Innenseite der Läufe sind grauweiß bis cremefarbig. Die Ohrenränder sind blau. Der Genickkeil ist klein, nicht scharf abgegrenzt und bräunlich. Die Blumenoberseite ist dunkel und kräftig gesprenkelt. Die Augen sind blaugrau, die Krallen hornfarbig. Die einzelnen Deckhaare sind mosaikartig hellgrau mit hellen Einlagerungen und enden in einer blauen Spitze, sodass das Fell eine gleichmäßige salz– und pfefferartige Perlung erhält. Die Perlung soll über Rücken, Seiten und Flanken, sowie Kopf und Ohren gleichmäßig vorhanden sein. Durch das gegenüber dem Schweizer Feh längere Haar, erscheint die Perlung etwas gröber. |
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6. Zwischenfarbe und Unterfarbe: |
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Die Zwischenfarbe ist braun, je intensiver desto besser, sie ist 5 - 8 mm breit und grenzt nur gegenüber der Unterfarbe scharf ab. Die Unterfarbe ist am ganzen Körper einschließlich des Bauches blaugrau und umfasst ca. zwei Drittel der Haarlänge. |
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7. Gesundheit und Pflege: |
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Wie allgemeine Bestimmungen. |
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Leichte Fehler: Größere Wamme bei Häsinnen, lange, dünne Läufe, schmale Kopfpartie, langer Hals, dünne, schwach behaarte oder von der Ideal– bis zur Mindest– oder Höchstlänge abweichende Ohren, etwas kurze Blume. Ungleichmäßige Schattierung, schwach gesprenkelte Oberseite der Blume, schwache Ohrensäumung. Etwas großer Keil, Binden an den Vorderläufen, leichte Abweichung der Augenfarbe. Schwache, verschwommene oder leicht durchsetzte Zwischen– und Unterfarbe. Fehlen der blaugrauen Unterfarbe bei älteren Häsinnen. |
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Schwere Fehler: Zu große Wamme bei Häsinnen, Ohrenlänge unter 11 oder über 13,5 cm. Zu dunkle oder ganz helle, stark weiß oder schwarz durchsetzte Deckfarbe, fehlende Perlung, weiße Binden ohne Unterfarbe. Völliges Fehlen der Sprenkelung der Blumenoberseite, andere als die geforderte Augenfarbe, zweierlei oder farblose Krallen. Stark durchsetzte, unzureine Zwischen– oder Unterfarbe, weiße oder weiß abgesetzte Unterfarbe, Fehlen der Zwischen– oder der blaugrauen Bauchunterfarbe. |